
Projekt-Details
Name:
Form & Werk Tischlerei Alexander Hoffmann
Kontaktdaten:
Müschendörp 1
25761 Westerdeichstrich
Tel.: 0151 29499242
E-Mail: info@form-und-werk.de
Web: www.form-und-werk.de
Form & Werk Tischlerei Alexander Hoffmann
Vom Studium ins Handwerk – der berufliche Weg des Tischlermeisters aus Dithmarschen verlief nicht geradlinig. Nach seiner Schulzeit zog es ihn zunächst zum Studium nach Trier, bevor er seine Leidenschaft für das Handwerk entdeckte und eine Ausbildung zum Schreiner begann. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung kehrte er in den Norden zurück und legte 2025 seine Meisterprüfung ab.
Mit der Übernahme eines Resthofes entstand schließlich die Idee zur Selbstständigkeit mit eigener Werkstatt – heute setzt er individuelle Projekte um. Im Interview berichtet er von seinem Weg in die Selbstständigkeit und der Unterstützung durch den Existenzgründerkurs des CAT Meldorf.
- Wo sind Sie geboren und aufgewachsen, wo wohnen Sie jetzt?
Geboren bin ich in NRW und war noch kein Jahr alt, als ich mit meinen Eltern nach Schleswig-Holstein gekommen bin. Ich bin in Dithmarschen aufgewachsen und in Büsum zur Schule gegangen. Nach dem Abitur und dem Zivildienst in Büsum bin ich zum Studieren nach Trier gezogen und habe 10 Jahre dort gelebt.
- Wie war Ihr beruflicher Werdegang?
An der Uni merkte ich, dass meine Leidenschaft doch eher dem Handwerk gilt und entschloss mich, eine Ausbildung zum Schreiner zu machen. Die folgenden Jahre habe ich meine Erfahrungen in Rheinland-Pfalz und Luxemburg gesammelt, bis es mich 2020 wieder zurück in den Norden zog. Seit 2025 darf ich mich Tischlermeister nennen.
- Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich selbstständig zu machen?
Zum einen ging die Rückkehr nach Dithmarschen mit der Übernahme eines Resthofes einher, hier war von Beginn an klar, dass im Zuge des Ausbaus auch eine eigene Werkstatt her musste. Was liegt da näher, als diese langfristig für einen eigenen Betrieb zu nutzen und Projekte umzusetzen, für die man brennt.
Zum anderen war mir schon seit meiner Gesellenprüfung die Ausbildung des Nachwuchses ein wichtiges Anliegen. Ich hoffe meinen Betrieb in den nächsten Jahren so weit zu bringen, dass ich auch Ausbildungsplätze anbieten kann. So möchte ich einen Beitrag dazu zu leisten, dass das Handwerk wieder attraktiver für die nachfolgenden Generationen wird. Meine eigene Karriere hat mir gezeigt, dass es nicht immer ein Studium nach dem Abi sein muss. Und ich würde die Entscheidung für das Handwerk immer wieder genau so treffen. Die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Handwerk bieten für jeden eine Chance, sich zu verwirklichen und seine Talente zu entdecken und auszubilden. Dabei ist es egal, wo du herkommst, wie du aussiehst, welches Geschlecht du hast oder welchen Bildungshintergrund du hast. Das finde ich bemerkenswert.
- Haben Sie je an Ihrer Entscheidung gezweifelt?
Natürlich zweifelt man vor allem zu Beginn oft daran, ob man wirklich langfristig am Markt bestehen kann, aber die Freude an den eigenen Projekten und vor allem das Feedback der Kunden geben mir seit dem ersten Tag die Bestätigung, auf einem guten Weg zu sein.
- Welche Rolle hat das CAT dabei gespielt?
Der Existenzgründerkurs des CAT war im Grunde zunächst ein Lückenfüller. Ich hatte zwischen den Meisterkursen ein paar Wochen Zeit, die ich neben der Arbeit auf dem Hof sinnvoll nutzen wollte. Und gerade bei dem Plan, ein Unternehmen zu gründen, dachte ich mir, dass jede zusätzliche Vorbereitung hilfreich sein kann. Und es hat sich herausgestellt, dass der Existenzgründerkurs eine hervorragende Ergänzung zu den Informationen aus der Meisterschule ist. Kein Kurs kann dich auf alle Details und alle Herausforderungen einer Gründung perfekt vorbereiten, aber es hilft unheimlich, sich einen Überblick über die wichtigsten Themenschwerpunkte zu verschaffen und für sich selber Prioritäten in der Vorbereitung zu setzen. Auch die Informationen zu Fördermöglichkeiten für Existenzgründer, sowie die Hilfe bei der Erstellung eines aussagekräftigen Businessplans für entsprechende Anträge, waren für mich sehr hilfreich.
- Wie ist es bislang gelaufen?
Ich kann mich nicht beklagen. Ich konnte bereits ein paar wirklich schöne Projekte umsetzen und habe durchweg positive Rückmeldungen von meinen Kunden erhalten. Vor allem die Aufmerksamkeit, die ich auch vermeintlich kleinen Projekten entgegenbringen kann, ist etwas, das meine Kunden sehr zu schätzen wissen.
- Was möchten Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lasst euch keine Angst machen. Gerade der bürokratische Aufwand kann je nach Gründungsvorhaben oft sehr abschreckend wirken. Und natürlich muss man sich auch entsprechend vorbereiten, aber wir alle wachsen mit unseren Herausforderungen. Und wenn man am Ende des Tages sein eigenes Produkt verkaufen, seine eigene Idee vermarkten oder sein Talent für seine Kunden einsetzen kann, dann ist es den Aufwand auf alle Fälle wert.
- Gibt es etwas, was Sie gern schon vor Ihrer Gründung gewusst hätten?
Also die Klischees kennen wir alle und haben wir alle im Vorfeld oft genug gehört: Selbst und ständig – Denk an die Steuern – Verabschiede dich von deiner Freizeit. Ich würde sagen, wenn man sich im Vorfeld ein paar Gedanken macht, gibt es nicht so viel Potential für böse Überraschungen. Wichtig ist, dass man früh herausfindet, wo es Beratung und Förderung gibt. Neben dem CAT gibt es wichtige Beratungsangebote der Handwerkskammern, der Agentur für Arbeit und anderer Stellen. Man muss nicht alles wissen und nicht alles allein machen.




